Energie statt Hitze im Krankenzimmer

Das Krankenhaus Sucha Beskidzka in Polen hat den Schritt gewagt und eine Open Innovation Challenge ausgerufen, um eine nachhaltige Kühlung der Krankenzimmer und ein angenehmes Raumklima zu gewährleisten.

Die Patientinnen und Patienten des Krankenhauses Sucha Beskidzka in Polen stöhnten. Von Frühling bis Herbst heizten sich die hauptsächlich nach Süden ausgerichteten Zimmer enorm auf. Die Temperatur überstieg 30 Grad häufig bei Weitem. Dies hatte negative Auswirkungen auf ihren Heilungsprozess. Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war die Temperatur anstrengend und darüber hinaus war der Zustand gefährlich, da sowohl die Fehleranfälligkeit von technischen Geräten als auch der Menschen stieg. Einige Maßnahmen waren bereits umgesetzt worden, um dieses Problem zu lösen. Dazu zählten die Installation von Klimaanlagen oder das Anbringen von Innenrollos. Die Maßnahmen hatten sich allerdings als wirkungslos oder teuer erwiesen.

Eine Open-Innovation-Challenge wird veröffentlicht

Deshalb schrieb die Krankenhausleitung eine Open-Innovation-Challenge für Unternehmen aus. Ziel war es, eine Lösung zu finden, die den folgenden Anforderungen gerecht wird:

  • Preiswert in Hinblick auf die gesamten Lebenszykluskosten
  • Verringert den Kohlenstoffausstoß
  • Einfach umsetzbar für ein Krankenhaus
  • Verringert die Raumtemperatur auf ein angenehmes Maß
  • Erfüllt die gesetzlichen Rahmenbedingungen

Viele Unternehmen reichten für diese Challenge mögliche Lösungen ein. Mit sechzehn Lieferantinnen und Lieferanten traf sich das Entscheidungsgremium des Krankenhauses schließlich, um sich näher auszutauschen. Daraus lernte das Gremium, welche Aspekte bei einer öffentlichen Ausschreibung in jedem Fall berücksichtigt werden sollte.

Eine nachhaltige Lösung wird gefunden

Der Auftrag wurde schließlich öffentlich ausgeschrieben. Als Siegerin ging eine Lösung hervor, bei der Beschattungs- und Photovoltaikmodule an der Außenfassade in einem Winkel von 55° angebracht wurden. Durch die 340 Module werden so jährlich ca. 79.000 kWh an Energie produziert, darüber hinaus können Energiekosten von mehreren tausend Euro pro Jahr für Klimaanlagen eingespart werden. Sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch die Patientinnen und Patienten berichten nun von einem angenehmen Raumklima.

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