Innovative öffentliche Beschaffung in der EU

Wie wird innovative öffentliche Beschaffung in Europa umgesetzt? Tipps und Anregungen von der Europäischen Kommission. Lesen Sie weiter, um mehr über die Ergebnisse und interessante Beispiele zu erfahren.

Im Oktober 2017 hat die Europäische Kommission einen EU-weiten Fragebogen zum Thema „Innovative öffentliche Beschaffung“ verschickt. Jetzt werden die Ergebnisse dieser Umfrage in einem Leitfaden präsentiert.

Welche Inhalte wurden erforscht? Hier ein kurzer Überblick:

Selten werden innovative Lösungen nur wegen ihres Neuheitsgrades gekauft. Öffentliche Beschafferinnen und Beschaffer greifen hauptsächlich auf diese Art von Produkten zurück, um Kosten und/oder Zeit zu sparen. Hervorzuheben ist jedoch auch ein weiterer Aspekt: Die öffentliche Verwaltung kann mit ihrer Nachfrage den Markt stimulieren, die Entwicklung neuer Produkte anregen und den Markt somit in Richtung innovativer Beschaffung lenken.

Warum hat die Europäische Kommission diesen Leitfaden erstellt?

Ziel dieses Leitfadens ist es, öffentlichen Beschafferinnen und Beschaffern Argumentationsbeispiele zu liefern, politische Handlungen transparent zu machen  und Möglichkeiten in Bezug auf die europäische Gesetzeslage aufzuzeigen.

Welche Voraussetzungen sind wichtig, um innovative öffentliche Beschaffung zu fördern?

Ein klares politisches Mandat ist unumgänglich, um Innovationen in der öffentlichen Verwaltung tatkräftig umzusetzen. Das macht das erfolgreiche Beispiel der IÖB- Servicestelle in Österreich deutlich.

Eine weitere Voraussetzung ist die Würdigung der Risikobereitschaft öffentlicher Institutionen. Auszeichnungen, wie der IÖB-Projektwettbewerb, der Ecoprocura-Award oder der deutsche Innovationspreis, zeigen dies deutlich auf.

Die steigende Nachfrage nach innovativen Lösungen muss jedoch auch gedeckt werden. Unternehmen sollten informiert werden, um ihre Produkte und Dienstleistungen fit für die öffentliche Verwaltung zu machen. Zudem müssen Zugangshürden abgebaut werden. Es gilt, Open-Innovation-Prozesse (wie beispielsweise die IÖB-Challenges auf (www.innovationspartnerschaft.at) zu initiieren, um den Markt zu erforschen.  Anstatt Standard-Lösungen zu kaufen, sollten zukünftig Zahlungsmodalitäten angepasst und Ausschreibungsunterlagen so gestaltet werden, dass junge und kleinere Unternehmen sich nicht abschrecken lassen.  Diese Maßnahmen könnten verstärkt zur Teilnahme an Ausschreibungen motivieren. Sehr gute Ergebnisse haben auch Innovation-Broker erzielt.

Hervorzuheben ist das erfolgreiche österreichische Beispiel der IÖB-Onlineplattform www.innovationspartnerschaft.at. Diese Plattform fungiert als Brückenbauer zwischen der öffentlichen Beschaffung und innovativen Unternehmen. Weiterführende Informationen zur Erhebung der Europäischen Kommission finden Sie HIER.

Haben Sie Fragen? Dann greifen Sie zum Hörer und kontaktieren Sie die IÖB-Servicestelle.

Silke Guggenbichler
E-Mail: silke.guggenbichler@---nospam---ioeb.at
Tel.: +43 1 24570-514

Kontakt

Serviceline: +43 1 245 70 817
Mo-Do: 09.00 – 15.30 Uhr
Freitag: 09.00 – 13.30 Uhr

E-Mail: ioeb@---nospam---ioeb.at

IÖB-Servicestelle in der BBG
Lassallestraße 9B
1020 Wien

Eine Initiative von Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
Mit Unterstützung von Bundesbeschaffung GmbH