Public Procurement of Innovation Award 2015 goes to…

Voller Freude durfte die BBG und die IÖB-Servicestelle gemeinsam mit dem Auftraggeber Print and Mint Services GmbH den Public Procurement of Innovation Award 2015 der Europäischen Kommission in Paris entgegen nehmen. Die BBG konnte mit einem mehrstufigen Verhandlungsverfahren zur Beschaffung einer innovativen, umweltfreundlichen Abwasseraufbereitungsanlage für die Münze Österreich AG reüssieren.

… BBG und Print and Mint Services GmbH

Die Europäische Kommission und die Procurement of Innovation Platform vergibt jedes Jahr den Public Procurement of Innovation Award, um die erfolgreichsten und innovativsten Beschaffungen zu honorieren. Heuer konnte sich die BBG gegen 20 Einreichungen aus ganz Europa durchsetzen und so ihre Vorreiterrolle in der innovationsfördernden öffentlichen Beschaffung bestärken:  

Die BBG hat in Zusammenarbeit mit der Print and Mint Services GmbH und dem ZT Dipl. Ing. Dr. Kiril Atanasoff-Kardjalieff eine öffentliche Ausschreibung zur Beschaffung einer ressourcenschonenden und nachhaltigen Abwasseraufbereitungsanlage für die Münze Österreich AG erfolgreich umgesetzt. Um eine umweltfreundliche als auch wirtschaftlich optimale Lösung zu finden, wurde ein mehrstufiges Verhandlungsverfahren durchgeführt.

Durch eine in den wesentlichen Anforderungen funktional dargestellte Beschreibung der nachgefragten Leistung und einer auf den Total Cost of Ownership beruhenden, ökonomischen  Bewertung konnte erreicht werden, dass das bei der Herstellung von Münzen und Medaillen insbesondere mit Metallen verunreinigte Wasser innerhalb der Produktion fast vollständig wiederverwendet werden kann, womit der Verbrauch an erforderlichem sauberen Frischwasser aus dem Wiener Leitungsnetz zukünftig um rund 97% reduziert werden kann.  

Der Ausschreibungsprozess gliederte sich in folgende Phasen: 

  1.  Analyse des Ist-Zustandes, Durchführung einer weitreichenden Marktrecherche inkl. Erstellung einer Variantenstudie zur Abschätzung der technischen Möglichkeiten
  2. Einladungen potenzieller Lieferanten zur Teilnahme am Verfahren und Auswahl der geeignetsten Unternehmen an Hand von Referenzen, Know How und Lösungskompetenz.
  3. Erste Angebotslegung durch die Bieter inklusive Kalkulation der Life Cycle Costs (LCC)
  4.  Durchführung von praktischen Versuchen inkl. Ergebnisanalyse zur Ergebnissicherung
  5. Basierend auf diesen Ergebnissen konnten die Lieferanten ihr endgültiges Angebot legen, dass dann  gemäß den festgelegten Bestbieterkriterien bewertet wurde.  

Der Zuschlag ging an ein Unternehmenskonsortium bestehend aus den Unternehmen Schell GmbH und Co KG und Ginzler Stahl- & Anlagenbau GmbH.  Die wesentlichen Vorteile der neuen Abwasseranlage liegen in: 

  • der Einsparung von ca. 4000 m³ sauberem Trinkwasser pro Jahr,
  • einer dadurch erzielten Reduktion des Abwassers um bis zu 97%,
  • den geringstmöglichen langfristen Gesamtkosten (inkl. Energie, Betriebsstoffe und Arbeitszeit des erforderlichen Bedienpersonals)
  • sowie der Komprimierung des Restabfalls und einer damit leichter durchführbaren Wieder- und Weiterverwertung 

Die Abwasseraufbereitungsanlage für die Münze Österreich AG wurde speziell für die angedachte Anwendung konstruiert und im Zuge des Verfahrens an die spezifischen Anforderungen angepasst und verfeinert. Für den Einsatz der Verdampfungstechnologie (Schell ECOPRIMA Vakuum- verdampfer) gibt es verschiedenste Möglichkeiten, die von chemischen Produkten wie Farben und Lacken bis hin zur Aufbereitung von nuklear verunreinigtem Wasser reichen.

Auch auf der PPI Plattform finden Sie einen Bericht über die Preisverleihung in Paris: http://www.innovation-procurement.org/news

Sowie einen Artikel auf dem ERA Portal Austria: http://era.gv.at/object/news/2163

Weitere Good-Practice-Beispiele zum Thema Innovationsfördernde Öffentliche Beschaffung finden Sie im aktuellen IÖB-Jahresbericht 2013/14.



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