Wer muss, der muss – und dann muss es oft schnell gehen. Für körperlich eingeschränkte Personen kann es allerdings eine Herausforderung sein, ein WC zu finden, das ihren Bedürfnissen entspricht. Denn sie können nur barrierefreie WC-Anlagen nutzen.

Ausganssituation

Die Stadt Salzburg ist im Rahmen ihrer Markterkundung der Frage nachgegangen, wie barrierefreie Toiletten ausgestattet sein müssen, damit die Bürgerinnen und Bürger diese leicht zugänglich und sicher vorfinden. Hintergrund dieser Überlegungen ist, die Effizienz und Qualität öffentlicher Toiletten zu verbessern.

Vorgehensweise

Die IÖB-Servicestelle unterstützte die Stadt Salzburg in der Phase der Markterkundung. Das Unternehmen VIEW Promotion GmbH befindet sich auch der Plattform www.innovationspartnerschaft.at und bietet verschiedenste Anwendungen für Fahrstühle sowie öffentliche Plätze wie beispielsweise öffentliche WC-Anlagen an.

Die Stadt Salzburg entschied sich also, gemeinsam mit VIEW das Projekt "ONE for ALL" durchzuführen.

Innovativer Charakter

Modern, sicher und sauber sollten die neue WC-Anlagen sein, die im Rahmen des Projekts „ONE for ALL“ beschafft werden. Die neue öffentliche Toilette ist für Frauen, Männer sowie Personen mit Behinderung gleichermaßen geeignet und besteht aus sehr hochwertigen und pflegeleichten Edelstahl-Einbaumodulen. „Künftig wird das „ONE for ALL“ WC-Anlagen-Konzept in der Stadt Salzburg bei Sanierung und Neubau öffentlicher WC-Anlagen an bestehenden sowie an neuen Standorten wie z.B. in Parkanlagen umgesetzt werden“, erläutert DI Andreas Kirchsteiger, Mitarbeiter im Bereich Hochbau beim Magistrat Salzburg.

Das neu eingesetzte Notrufsystem wurde vom oberösterreichischen Unternehmen VIEW Promotion GmbH entwickelt und überzeugt durch variablen Einsatz. „Bislang wurde unser System vor allem in Aufzügen eingesetzt. Insgesamt sehen wir ein sehr breites Anwendungsfeld, insbesondere im öffentlichen Bereich“, beschreibt Geschäftsführer DI Johannes Schober seine innovative Lösung, die auch von der Servicestelle für Innovationsfördernde Öffentliche Beschaffung (IÖB-Servicestelle)  auf deren Plattform www.innovationspartnerschaft.at für ihren innovativen Charakter ausgezeichnet wurde.

Ergebnis & Mehrwert

Mehr Sicherheit in den WC-Anlagen bietet ein innovatives Notrufsystem, das auch Personen mit Sprach- und/oder Hörbeeinträchtigung nutzen können. Im Notfall können also auch Gehörlose oder Menschen mit einer Sehbehinderung über ein Display mit zwei Knöpfen eine Leitstelle für sofortige Ersthilfe rufen. Zusätzlich zur Notruffunktion können über das Display aktuelle Informationen eingeblendet werden. Die Inhalte und Medien können von der Stadt selbst verwaltet werden. Angezeigt werden die Infos nur dann, wenn sich eine Person in der Toilette aufhält.

Erste neue öffentliche WC-Anlagen in Itzling und beim Mönchsberg-Museum

Die ersten neuen öffentlichen Toiletten befinden sich beim Mönchsberg-Museum der Moderne und bei der Fußballwiese Itzling. Von der Bevölkerung werden die neuen öffentlichen WC-Anlagen sehr gut angenommen. Die Stadt plant daher bereits die Beschaffung weiterer innovativer WC-Anlagen.

Ansprechpartner

Stadt Salzburg - Hochbau
DI Andreas Kirchsteiger
andreas.kirchsteiger(at)stadt-salzburg.at