Eckdaten des Projekts

  • Projektträger: Marktgemeinde Lauterach
  • Projektdauer: 4 Jahre
  • Beschaffungsvolumen: 14 Mio. EUR

Die Marktgemeinde Lauterach setzt neue Maßstäbe in der Schulbauarchitektur. Im Mittelpunkt: Die (Lern)Bedürfnisse der Schüler und ökologische Aspekte.

Ausgangssituation

Erforderlich wurde der Neu- und Umbau, weil die Räumlichkeiten der 1935 errichteten Schule zu wenig Platz boten und den pädagogischen Anforderungen einer zukunftsorientierten Bildungseinrichtung nicht mehr entsprachen.  Neben fehlenden Neben- und Gruppenräumen und ausreichenden Arbeitsbereichen für die Lehrpersonen gab es auch für Konferenzen oder größere Elternabende zu wenig Platz.

Die Marktgemeinde Lauterach bekennt sich als e5- und Klimabündnisgemeinde zur ökologischen Nachhaltigkeit. Aus diesem Grund wurde die neue Volkschule höchsten energetischen und ökologischen Anforderungen gerecht. Neben dem Einsatz ökologischer Baustoffe, wie Massivholz und Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, wurde auch ein konsequenter PVC-Verzicht umgesetzt. Mit den eingesetzten Produkten und durch ein sehr konsequentes Chemikalienmanagement sollen Schadstoffe in den Innenräumen auf das Minimalste reduziert werden.

Innovativer Charakter
Die Grazer Architekten Feyferlik / Fritzer haben mit ihrem eingeschossigen Entwurf einen ganz neuen Weg im Schulbau eingeschlagen, was nicht nur für Lauterach eine völlig neue Bildungsdimension bedeutet.

Um die Volksschule Dorf in überschaubare Bereiche zu gliedern, wurde das räumlich-pädagogische Konzept für die multifunktionalen Bildungseinrichtungen auf dem Prinzip des „Clusters“ (Bildungsinseln) aufgebaut. Die kleinste Bezugseinheit für jedes Kind ist die Klasse, aber in der kindlichen Entwicklung spielt auch Bewegung eine zentrale Rolle. Aus diesem Grund ist die neue Volksschule nicht auf den Innenraum beschränkt, sondern beinhaltet auch Außenbereiche und den Aufenthalt an der frischen Luft. Es gibt Bereiche zum Musikhören, Lesen, zu zwangloser Kommunikation und Bewegung sowie Räume mit frei zugänglichen Materialien. Team- und praxisorientierte, auch bewegte Unterrichtsformen, Projekt- und Gruppenarbeiten bringen mehr Bewegung in den Lernbereich.

Vorgehensweise
Der Umbau wurde nicht nur nach einem innovativen räumlich-pädagogischen Konzept geplant, wodurch den Kindern sowohl Innen-, als auch Außenbereiche zum Lernen und Erholen bereitstehen, sondern auch nach höchsten energetischen und ökologischen Standards errichtet. Neben einer Dachbegrünung und Beschattungseinrichtungen wurde eine natürliche Kühlung mit Nachtluft sowie entsprechende Speichermassen eingeplant. Darüber hinaus kamen ökologische Baustoffe, wie Massivholz und Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zum Einsatz.

Das begrünte Dach der Schule leistet einen wichtigen Beitrag für das Mikro- und Gebäudeklima und für den Rückhalt von Niederschlagswasser. 85 überdachte und absperrbare Fahrradabstellplätze erlauben den Kindern zudem ein sicheres Abstellen ihrer Fahrräder.


Ergebnis und Mehrwert
Die Gemeinde Lauterach hat mit diesem Projekt nicht nur einen pädagogischen Meilenstein und eine Inspiration für zukünftige Schulneubauten geschaffen, sondern setzt damit auch einen wichtigen Schritt zur Anpassung an den Klimawandel.

Ansprechpartner

Bmstr. Herbert Willam

Herbert.willam(at)lauterach.at