„Das geht nicht!“ und „Unmöglich!“ meinten meine Freunde, als ich ihnen erzählte, dass ich bei einem Marathon mitlaufen möchte. Zuerst hat mich das noch verunsichert (ich war zwar sportlich, jedoch kein Leistungssportler), doch schon bald fing ich regelmäßig zu trainieren an. Ich achtete auf gesunde Ernährung und darauf, nachts genug zu schlafen. Ich legte Ruhetage ein und entspannte meinen Körper mit Gymnastik. Kurzum: Ich ließ mich voll und ganz auf meine sportliche Herausforderung ein und suchte mir gezielt Wege, die mich schlussendlich als Läufer über die Ziellinie brachten. Im Ziel angekommen, war ich stolz, es geschafft zu haben. Die Anstrengung hatte sich gelohnt. Ich wusste sofort, dass ich wieder einen Marathon laufen werde.

Beim Thema Innovation ist es ähnlich. Du erkennst, dass etwas nicht passt. Du siehst ein Problem und suchst nach Wegen, dieses zu lösen. Die alten Fährten bringen einem oft nicht weiter. Da hilft es, neue Lösungswege zu skizzieren, sie durchzudenken und sich auf diesen Prozess auch wirklich einzulassen. Ohne sofort zu rufen: „Das ist zu teuer!“ oder „Das Risiko ist zu groß!“. Sicher: Wenn Du neue Wege gehst, begibst Du Dich ins Ungewisse. Doch der Blick nach vorne hilft, Lösungen zu finden, an die Du vorher nicht gedacht hast. Bei meiner Vorbereitung für den Marathon habe ich viel mit anderen Läufern gesprochen – mit Erfahrenen und auch mit solchen, für die so ein Lauf völliges Neuland war. Die einen haben mir geholfen, Anfänger-Fehler zu vermeiden. Die anderen haben mir gezeigt, dass ich nicht alleine bin und es schaffen kann.

Nach vorne blicken heißt auch bei Innovation nicht, immer alles komplett anders machen zu müssen. Oft genügt es schon, die richtigen Ideen neu zu kombinieren. Deshalb ist es wichtig, dass wir Erfahrungen, die in der Vergangenheit liegen, nutzen – ohne das Rad komplett neu zu erfinden. Mein erster Marathon verlief ziemlich genau so, wie ich es in meinen Trainingsläufen geprobt und mir sehr oft geistig vorgestellt hatte – sogar besser! Bei Innovation gilt genau das: Neues zulassen, Ideen weiterspinnen und Konzepte durchdenken. Denn wie schon Jens Weißflog*, ein ehemaliger deutscher Skispringer, wusste: „Man fliegt nur so weit, wie man im Kopf schon ist!“

Sicher, wenn du neue Wege gehst, begibst du dich ins Ungewisse. Doch der Blick nach vorne hilft Lösungen zu finden, an die du vorher nicht gedacht hast.

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