Die IÖB-Servicestelle unterstützt auch 2018 wieder innovationsfreudige Beschafferinnen und Beschaffer mit insgesamt 40.000 Euro. Die Jurysitzung zur Auswahl der Projekte fand am 12.11.2018 statt. Die Jury bestand aus jeweils einer Vertreterin/einem Vertreter aus BMDW, BMVIT, FFG, aws, BBG und IÖB-Servicestelle. Die Entscheidung fiel schwer, denn die eingereichten Projekte waren durchwegs sehr spannend. Schlussendlich fiel die Entscheidung jedoch auf folgende fünf innovative Projekte:

1.    Platz: ASFINAG – Autonomer Mulcher

Im Rahmen einer IÖB-Challenge hat die ASFINAG innovative Lösungen für das autonome Mulchen der Grünflächen neben Autobahnen und Schnellstraßen gesucht und gefunden. 2019 möchte die ASFINAG eine Teststellung umsetzen. Danach soll die Beschaffung der autonomen Mulchgeräte folgen. Vorteil: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ASFINAG können sich zukünftig anderen Tätigkeiten in der Nähe widmen, während der Mulchroboter autonom arbeitet. Damit können eine Effizienzsteigerung sowie erhöhte Sicherheit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreicht werden.

2.    Platz: APG (Austrian Power Grid) – DC Substation Component Control

In Hochspannungsanlagen (Umspannwerken, Kraftwerken) werden Komponenten mit einem gleichspannungsgespeisten Antrieb eingesetzt, deren Funktionalität essentiell für den sicheren Betrieb einer Hochspannungsanlage ist sowie Versorgungsausfällen vorbeugt. Die Überwachung der Funktionalität dieser Komponenten soll zukünftig zentral passieren. Der Vorteil: Dauernde und zentrale Überwachung, rasche Reaktion bei Wartungsbedarf oder Fehlern. Geplant ist eine Vergabe über das Verfahren der „Innovationspartnerschaft“ sowie der anschließende Rollout auf über 60 Umspannwerke in Österreich.

3.    Platz: Amt der Oberösterreichischen Landesregierung, Amt der Burgenländischen Landesregierung, Amt der Kärntner Landesregierung – „Alt-Uni“

Die Firma SYN-TRAC GmbH aus Bad Goisern entwickelt einen universellen Geräteträger, der flexibler als die bisher am Markt befindlichen Geräteträger angewendet werden kann. Dieser ermöglicht den vielseitigen Einsatz in Gemeinden, Land- und Forstwirtschaft sowie dem Zivil- und Katastrophenschutz. Vorteile: geringerer Schadstoffausstoß, sowie erhöhte Sicherheit von Personal, da der Wechsel der Geräteträger durch das Personal in der Fahrerkabine ausgeführt werden kann (vollautomatisches Kopplungssystem). Die Landesregierungen aus OÖ, Kärnten und dem Burgenland planen eine Teststellung sowie die Beschaffung dieser Geräteträger für Zwecke, wie beispielsweise dem Winterdienst.

4.    Platz: Technisches Museum Wien – Innovative Kühlung

Das Technische Museum Wien und die Burghauptmannschaft Österreich haben im Rahmen einer IÖB-Challenge nach innovativen Lösungen für die Kühlung des historischen Gebäudes gesucht, welche auch dem Denkmalschutz entsprechen. Im Sommer leiden bisher sowohl Besucherinnen und Besucher als auch das Personal unter sehr hohen Temperaturen. 21 Unternehmen haben ihre Lösungsvorschläge eingebracht. Im nächsten Schritt soll eine Kühllastrechnung und Simulation die Maßnahmenauswahl erleichtern, bevor es in die Vergabe/Ausschreibung geht.

5.    Platz: Wien IT – Big Data Science Lake

Die Zusammenführung aller Daten der Stadt Wien in ein Datensilo (anstatt 4) soll in Zukunft detailliertere Analysen ermöglichen, um innovative Produkte für die Endkonsumenten auf den Markt zu bringen (in den Bereichen Energie, öffentlicher Verkehr usw.).  Das Einsparungspotential ist hier groß, da anstatt 4 nur mehr 1 Speicherort gewartet werden muss. Dieses Projekt bietet außerdem interessante Möglichkeiten für die Zukunft, wie beispielswiese die Optimierung des Energiebedarfs und der Netzauslastung der Wiener Netze oder die Wartungsoptimierung der Wiener Linien etc. Der gesamtgesellschaftliche Mehrwert kann sich hier also sehen lassen.

Wir gratulieren allen Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich und wünschen viel Erfolg bei der Umsetzung! Wir halten Sie natürlich über die Projekte auf dem Laufenden.

Der IÖB-Projektwettbewerb fand in dieser Form zum letzten Mal statt. Ab 2019 gibt es neue Wege der finanziellen Unterstützung in Kooperation mit der aws.

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