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Das Projekt „React to Move“ wurde von der Jugend am Werk Sozial:Raum GmbH in Kooperation mit For Sports GmbH im Rahmen der aws IÖB-Toolbox durchgeführt. Ziel war es, Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderungen durch innovative, spielerische Sportangebote zu mehr Bewegung und Freude an körperlicher Aktivität zu motivieren.

Im Mittelpunkt standen dabei sogenannte Reaction Pads, die mit akustischen und optischen Signalen arbeiten und so neue Trainingsimpulse setzen.

Eckdaten des Projekts 

  • Projektdauer: 26.04.2023 – 27.04.2024
  • Projektträger: Jugend am Werk
  • Beschaffungsvolumen: 33.800,00 EUR 

Ausgangssituation 

Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderungen stehen häufig vor Barrieren und Vorurteilen, wenn sie an Sportangeboten teilnehmen möchten. Hinzu kommen gesundheitliche und motorische Einschränkungen, die durch Bewegungsmangel verstärkt werden. Besonders in Tagesstrukturen werden sportliche Angebote oft wenig genutzt, was zu gesundheitlichen Problemen wie Übergewicht, Schmerzen im Bewegungsapparat oder Bluthochdruck führen kann. Die Motivation zur Bewegung ist häufig gering, insbesondere bei älteren Menschen mit Lernschwierigkeiten. 

Die Grundidee des Projekts war, durch den Einsatz von Gamification-Elementen – konkret den For Sports Reaction Pads – die Freude an Bewegung zu steigern, die Koordination zu fördern und neue Zielgruppen für sportliche Aktivitäten zu gewinnen.

Ergebnis und Mehrwert 

Nach Projektstart im Juni 2023 wurden die Teststandorte ausgewählt, die Pads ausgeliefert und die Betreuerinnen und Betreuer geschult. Die Pads kamen in zwei Tagesstrukturen in Wien (Speckbachergasse und Jedlesee) zum Einsatz. Im Verlauf des Projekts wurden insgesamt 20 Pads ausgeliefert und aktiv genutzt. Die Einführung der Pads wurde von einer Sportpädagogin, Behindertenfachbetreuende und Standortleitungen begleitet.

Das Projekt hat gezeigt, dass innovative, spielerische Ansätze wie die Reaction Pads einen wertvollen Beitrag zur Bewegungsförderung und Inklusion leisten können. Sie bieten neue Möglichkeiten, Menschen mit Behinderungen für Sport zu begeistern und fördern sowohl die körperliche als auch die soziale Teilhabe. Die Pads bringen zudem Abwechslung in den Alltag der Tagesstrukturen und können langfristig zur Verbesserung der Gesundheit beitragen.

Ausblick 

Für die Zukunft ist geplant, das Wissen, um den Einsatz der Pads weiter zu verbreiten und mehr Betreuerinnen und Betreuer für die Nutzung zu gewinnen. Neben dem klassischen Sportangebot sollen die Pads verstärkt zur Förderung von Koordination, Schnelligkeit und Bewegung im Alltag eingesetzt werden. Es besteht noch großes Potenzial, die Pads in weiteren Einrichtungen und für unterschiedliche Zielgruppen einzusetzen. Die Erfahrungen aus dem Projekt sollen dazu beitragen, die Angebote weiterzuentwickeln und nachhaltige Strukturen für inklusive Sportinitiativen zu schaffen.

Ansprechperson

Mag. Wolfgang Bamberg

Jugend am Werk